Agilizer Meetup Nr. 5 – OKR in einer SCRUM Umgebung

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

OKR & SCRUM: WIDERSPRUCH ODER DAS PERFEKTE TEAM?

In diesem Mittschnitt unseres Agilizer-Meetups vom 18.8.2022 zeigt der OKR-Experte André Claaßen, wie eine Synthese von OKR und Scrum funktionieren kann. Anhand der fiktiven App „Flower Me“ zeigt André, nicht nur das Zusammenspiel, sondern auch die Mehrwerte, die auf Seiten von Scrum durch Nutzung von OKR entstehen.

SCRUM EROBERT DIE AGILE ARBEIT

Seit vielen Jahren ist Scrum ein erfolgreiches leichtgewichtiges Framework zur Arbeit in komplexen Situationen oder zur Entwicklung anspruchsvoller Produkte. Zunächst wurde Scrum überwiegend in der Softwareentwicklung eingesetzt, hat aber viele weitere Bereiche erobert. Scrum findet man heute im Marketing, in der Hardwarefertigung und in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

ADAPTIVE UND AGILE UNTERNEHMEN MIT OKR

Die Frage zur agilen Transformation hat auch die Unternehmensführungen erreicht.

  • Wie können Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren?
  • Wie können ambitionierte Strategien entwickelt und selbstorganisiert umgesetzt werden?

Eine Antwort auf diese Fragen ist die Nutzung von Objectives & Key Results (OKR). Das Framework OKR wurde durch Google populär und wird von immer mehr Unternehmen im Zuge der agilen Transformation eingesetzt.

Ähnlich wie bei Scrum, gibt es in OKR verschiedene Events zur Planung, Umsetzung und die Retrospektive. Es gibt sogar einen an den Scrum Master angelegten OKR Coach (oder OKR Master), der die Nutzung des Frameworks OKR auf Team- oder Unternehmensebene unterstützt und fördert.

OKR trifft auf Scrum: Kann das funktionieren?

Durch die zunehmende Popularität beider Frameworks entsteht in vielen Organisationen die Situation, dass Scrum Teams scheinbar unvermittelt mit OKR in Berührung kommen. Oft ist die Verwirrung groß und durch OKR scheint der Overhead durch weitere Meetings sogar noch zu steigen.

Weder in OKR noch in Scrum gibt es einfache Antworten auf das Zusammenspiel der Frameworks.

Schlimmer noch, der unreflektierte Einsatz von OKR im Scrum Prozess kann zu Problemen führen:

  • Was gilt denn jetzt? Die OKRs aus der Unternehmensebene oder das Product Backlog?
  • Wie sollen die ganzen OKR Meetings neben dem Scrum Prozess durchgeführt werden?
  • Ist es vielleicht sogar gar gefährlich oder fahrlässig, Scrum und OKR zu kombinieren?

Die gute Nachricht ist: Nein, ist es nicht!

OKRs sind Product Goals

In dem Meetup zeigt André Claaßen fünf Touchpoints, zur Kombination von OKR & Scrum.

Die wichtigste Idee liefert der aktuelle Scrum Guide 2020. In dieser Revision von Scrum wurden aus der zuvor schwammigen Product Vision die Product Goals. Diese Product Goals können durch OKRs konkretisiert werden und als Rahmen für die nächsten Scrum Zyklen gelten.

Aber warum sollte man das tun? Nun, es gibt einen ganz einfachen Grund. Das OKR Framework bringt eigene sehr interessante Mehrwerte mit, von denen Scrum Teams sehr profitieren.

Fünf Touchpoints zur Kombi-nation von OKR & Scrum

Scrum und agile Methoden waren ursprünglich eine Antwort auf die Softwarekrise vor 20 Jahren. So lange ist das mittlerweile her. Damals wurde in vielen IT-Projekten schlichtweg nichts geliefert. Das Liefern ist heute nicht mehr so das Problem. Es ist sogar so, dass in vielen Scrum Teams zu sehr auf Output geachtet wird. Die Teams fühlen sich wie in einer Ticket-Factory. Die technischen Schulden und der Frust in der Arbeit wachsen.

Hier kommen die OKRs ins Spiel und schaffen Abhilfe:

  • Produktziele in Form von OKRs fokussieren die Arbeit im nächsten OKR Zyklus (2-4 Monate). Dadurch wird die Priorisierung ungleich einfacher.
  • OKRs sind Frühindikatoren. Der Erfolg der Arbeit wird spätestens in den Sprint Reviews sichtbar und erlebbar.
  • OKR fördert das Denken in Outcomes! Outcomes bedeutet, dass der Erfolg nicht an der Lieferung von Features, sondern an dem Kunden- und Nutzerverhalten gemessen wird.
  • OKRs erlauben die Synchronisation mehrerer Scrum Teams durch gemeinsame (shared) Product Goals.

OKRs führen also, richtig angewandt, zu einer Vereinfachung und stärkeren Autonomie der Teams im Scrum, als es bislang der Fall war.

Aber wie funktioniert das jetzt genau?

Mehrwerte durch die Synthese von OKR & Scrum

André Claaßen zeigt in dem Meetup fünf Berührungspunkte auf, die eine Kombination von OKR und Scrum ermöglichen:

  1. Product Goal
  2. Product Backlog
  3. Sprint Planning
  4. Daily Stand-up
  5. Sprint-Review
Kombination Scrum und OKR

Alle fünf Touchpoints werden anhand der fiktiven App „Flower Me“ mit einem konkreten Beispiel erläutert.

Zum Abschluss gibt André Claaßen konkrete Tipps für die Arbeit mit OKR und Scrum und es entfaltet sich eine lebhafte Diskussion der Teilnehmer über das Zusammenspiel der Frameworks

Neugierig geworden?

Dann schau dir das Video an.

PS: An dieser Stelle bedanken wir uns bei Rico Wendler, Judith Braun und Cansel Sörgens, die wichtige Impulse als Grundlage für das Meetup gegeben haben.